Persönliche Charts – Alben 2013 – Teil 2

Hallo.

Hier meine Platz 1-10 Alben von 2013. Achja, und Frohe Weihnachten.

10 Galaxy Space Man – … But Heaven Is Clear

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Das Debütalbum dieser Hamburger Band konnte ich glücklicherweise dieses Jahr noch entdecken. Ich war nach wenigen Sekunden reinhören direkt überzeugt, da man eindeutig post/prog- Einflüsse wie Oceansize oder Karnivool raushören kann.  Mit “Queen Of Gold” startet das Album nach einem kurzen Intro direkt mit einem fetten Basslauf und interessant punktierten Drums. Vor allem der letzte Part des Songs mit den abwechselnden 2 Gitarren gefällt mir besonders gut. Aber auch Songs wie “Architecture” und vor allem “Enter The Void” bleiben in ihrer Gesamtheit sehr interessant. Auch geht es z.B. in “Harvest” mal etwas härter zur Sache, aber auch das haben die Jungs sehr gut im Blut. Das Outro ist nochmal sehr entspannend, hier gibt es einen sehr gelungenen Einsatz von Akustik-Gitarren. Das Album ist zwar nicht gerade lang für ein Debütalbum, aber ist in seiner prägnanten Kürze trotzdem äußerst vielfältig. Ich bin sehr gespannt auf eine Live-Darbietung im nächsten Jahr und werde die Aktivitäten der Band genau im Auge behalten.

09 Foals – Holy Fire

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Die Single “Inhaler” bekam ich schon länger vor dem Album-Release zu hören und die neue Richtung gefiel mir gleich. Bereits auf dem letzten Album (immer noch mein Lieblingsalbum) bewegten sich Foals viel mehr in Richtung Post-Rock weg vom Indie/Hipster-Mathrock. Diese Richtung behalten sie zwar teilweise bei, allerdings gibt es auch rockige Einlagen, sogar längere Gitarren-Solo-Passagen. Ungewöhnlich ist auch das sich sehr langsam aufbauende Intro für das Album, da es sonst immer gleich zur Sache ging. Entgegen der Ansicht einiger anderer finde ich das jedoch auch sehr passend. Die Single und der wahrscheinlich poppigste Song “My Number” ist sowohl musikalisch als auch lyrisch eigentlich vollkommen lächerlich. Trotzdem kann ich immer in gutem Sinne darüber lachen und somit den Song trotzdem genießen. Besonders eigen für die Band ist der Song “Late Night”, in dem erstmals wie oben schon angedeutet ein sehr langes und intensives Gitarren-Solo vorkommt. Es klingt zwar sehr typisch nach Rock, aber verfeinert den sonst auch sehr entspannenden Song vielmals. In Tracks 7-9 hört man wieder viel Math-Rock-Elemente raus, die aber subtil im Post-Rock-Mantel verpackt sind und auch äußerst entspannend wirken – ähnlich wie auf dem Vorgänger. Highlight ist für mich das Schlusslicht “Moon” mit einer absolut außergewöhnlichen Atmosphäre, die ich von der Band noch nicht kannte.

08 Mogwai – Les Revenants (Soundtrack)

Les+Revenants

Für mich gibt es vermutlich bisher keine Jahrescharts, in denen ich Mogwai auslassen würde. Selbst nicht oder vielleicht sogar gerade dann nicht, wenn sie ein Soundtrack-Album veröffentlichen. Wie dieses Jahr für die französische Serie “Les Revenants”. Einige der Songs kannte ich schon aus der “Les Revenants EP”, die ich kurz zuvor schon sehr genossen habe. Die Schotten zeigen sich wieder von ihrer eher klassischen Kammermusik-artigen Seite, wie bereits auf “Earth Division” oder dem 23-minütigen Meisterwerk “Music For A Forgotten Future”. Dieser Stil und diese Seite der Band (denn ihre eigentliche Musik hat erstaunlich wenig damit gemeinsam, insbesondere die neuen und zukünftigen Veröffentlichungen) gefällt mir generell besonders gut und ich würde jedem Regisseur empfehlen, Mogwai den Soundtrack spielen zu lassen, denn dabei geht mit Sicherheit nichts schief. Der Opener führt schon in die Atmosphäre des Soundtracks ein und passt vermutlich auch gut zur Stimmung der Serie (habe ich leider nie gesehen, mein Französisch ist dafür viel zu schlecht). In “Kill Jester” findet sich wie für die Band bekannt ein besonders ausgeprägter Bass-Sound in einer schönen Klavierbegleitung. “This Messiah Needs Watching” war bereits auf der EP in anderer Version zu hören, auch wenn mir die EP-Version etwas besser gefällt, bleibt der Song unheimlich atmosphärisch. Die Songs sind generell zwar sehr kurz, aber bräuchten auch nicht viel länger ausgeführt werden, das wäre für ein Soundtrack-Album auch eher unpassend. Am Ende des Albums findet sich ein Cover “What Are They Doing In Heaven Today?”, dass es sich dabei um ein Cover handeln muss, ist unschwer zu erkennen. Auch wenn der Song wenig mit dem Mogwai-Stil und dem Rest des Albums zu tun hat, muss er wohl eine besondere Stellung und einen Wert (wahrscheinlich Lyrics-bezogen) innerhalb der Serie haben und ist nichts desto weniger ein wichtiger Bestandteil des Albums. Das Outro macht der Opener der “Les Revenants EP” in selber Version “Wizard Motor”. Dieser Song könnte als einziger auch genauso gut auf einem Studio-Album zu finden sein und muss dem geneigten Mogwai-Hörer einfach gefallen. Ich bin gespannt auf “Rave Tapes” und die weitere Entwicklung der Band, bleibe aber auch stets gespannt auf Soundtrack-Projekte, da mich dieses sehr überzeugt hat.

07 Intronaut – Habitual Levitations

Habitual+Levitations

Schon die Entwicklung der Band auf dem Vorgänger “Valley Of Smoke” hat mir als Post-Metal-Fan sehr gut gefallen, da sie auf den ersten Veröffentlichungen doch eher die härtere Schiene fuhren und kaum Variation in der Dynamik hatten. Den neuen Stil führen sie auf diesem Album fort und integrieren auch nach wie vor Jazz- und vor allem Progressive-Elemente. Was der Drummer veranstaltet ist und bleibt unergründet und wie sie es schaffen, trotz der chaotischen Mischung aus Post-Progressive-Jazz immer noch brutale Metal-Riffs zu kreieren ist mir ebenso schleierhaft. Das Highlight des Albums bildet für mich nach den brachialen ersten 3 Songs die Mitte des Albums: “Sore Sight For Eyes” fängt mit diesem total ungewöhnlich akzentuierten Riff an und “Milk Leg” hört mit dieser sehr abrupt startenden Jazz-Post-Rock-Impro auf. Besonders gut gefällt mir auch das Drumming in den Songs 6,7 und 9. Das einzige Manko ist das viel zu lange Outro des Albums, das viel weniger aus tatsächlicher Musik als unnötigem Effektrumgespiele besteht. Wenigstens wird das ganze noch von einer stimmlichen Höchstleistung abgeschlossen, einem schrillen Schrei.

06 Hammock – Oblivion Hymns

Adobe Photoshop PDF

Hammock ist eine der wichtigsten Bands überhaupt für mich geworden, da ich bisher nichts vergleichbar außergewöhnlich Schönes gehört habe. Auf dem neuen Album steht im Gegensatz zum Vorgänger wieder deutlich die Ambience im Vordergrund, d.h. es gibt keine Drums mehr und (bis auf eine Ausnahme) keinen Gesang. Diese Situation gab es schonmal auf dem Album “Maybe They Will Sing For Us Tomorrow”, welches für mich auch eins der interessantesten Hammock-Alben bleibt. Eben eins, das einem nicht beim ersten Hören gleich gefällt, sondern mehr Aufmerksamkeit für die Klangfarben verlangt. Hier geht es sehr ähnlich zu, allerdings erweitern diesmal besonders Streicher den Sound der Band immens. Noch nie gab es auf den Hammock-Alben einen derart intensiven Streicher-Einsatz, hier bilden die Streich-Instrumente sogar die Haupt-Besetzung in den Songs. Auch neu ist der Einsatz eines kompletten Chors (als Gesang-Ersatz), der aber erstaunlich gut zur Gesamt-Atmosphäre passt und vor allem wieder was Neues bringt. Bei Hammock kann man natürlich immer den Eindruck gewinnen, es klänge alles gleich, selbst ich habe diesmal einige Gemeinsamkeiten zu altem Material festgestellt: Die Hauptmelodie in “In The Middle Of This Nowhere” erinnert zumindest im Anfang an die im Song “Little Fly (Mouchette)”. Dennoch liefert das Ambient-Duo hier wieder etwas völlig Neues, was der erfahrene Hammock-Hörer sofort von altem Material unterscheiden kann. Gerade wegen des verstärkten Einsatzes von Klassik-Instrumenten. Das einzige, was nicht so ganz meinen Geschmack trifft und auch meiner Meinung nach nicht an das Ende des Albums passt ist der hymnenhafte Gesang in “Tres Dominé”. Zweifellos haben sie hierfür einen sehr talentierten Sänger engagiert, aber ich finde es passt einfach nicht zum Hammock-Sound. Trotzdem eins ihrer besten Werke bisher und sie haben meines Erachtens noch keine Fehltritte gehabt.

05 Palms – Palms

Palms

ISIS-Besetzung und Chino Moreno. Nach der Info war sofort klar, dass ich reinhören musste. Ich hatte allerdings erstmal noch keine großen Erwartungen, da ich mir dachte bei den ISIS-Leuten sei die Luft raus, weswegen sie sich auch aufgelöst hätten. Ich bin froh, dass meine Erwartungen mehr als übertroffen wurden. Das Drumming und der Gitarren-Sound erinnert zwar von der ersten Sekunde an an die ruhigeren ISIS-Passagen, aber ist in einer viel tiefgründigeren Einstimmung und wird daher wieder zu einem ganz anderen Sound. Der typische Chino-Gesang verfeinert das ganze nochmal extrem. Auch dieser klingt wie in den ruhigeren Deftones-Songs, aber auch wieder besonders zum Sound passend. Das Album-Cover ist wahrscheinlich mein Lieblingscover des Jahres und passt zur Musik wie kein anderes. Diesen Ort stellt man sich vor, wenn man Songs wie “Patagonia” oder “Antarctic Handshake” durch einen fließen lässt. Besonders in Erinnerung bleibt das längste Stück “Mission Sunset”, welches erstmal mit Ozean-Antarktis-Anklängen in den einzelnen Gitarrentönen beginnt und mit einem perfekt akzentuierten Drumming fortgeführt wird. Das Ende des Songs, in dem das Anfangsmotiv in intensiverer Variation wiederholt wird ist das absolute Highlight des Albums. Besonders in Erinnerung bleibt mir auch der Gesangspart im nachfolgenden Song “Shortwave Radio”: Ascending Into Heaven While Staring Into Hell. You’re Staring Into Heaven Descending Into Hell. Dieser wird langsam aufgebaut und endet mit einer erdrückend fetten Gitarren-Begleitung, absolut perfekt. Der letzte Song wirkte anfangs etwas zu lang und un-aufregend auf mich, aber nach mehrerem Hören ist er nun einer der entspannendsten, die ich kenne und bildet einen besonders guten Abschluss des leider trotzdem etwas zu kurzen Debüt-Albums. Ich bin auf jeden Fall auf Weiteres gespannt und habe Gott sei Dank nochmal die Chance bekommen eine Teilbesetzung von ISIS live erleben zu dürfen.

04 EF – Ceremonies

ceremonies

Als ich vom neuen EF-Album hörte, dachte ich mir zuerst: Cool, höre ich mal rein. Die Band hatte zwar bisher meine Aufmerksamkeit mit ihrem vorigen Album erlangen können, aber gehörte nie zu meinen Favoriten. Bis jetzt. Auf diesem Album startet es verhältnismäßig ruhig mit einem 8-minütigen wundervoll inszeniertem Post-Rock-Stück, welches schon an die früheren EF-Songs erinnert, aber viel detaillierter und liebevoller geschrieben ist. Auf dem folgenden Stück finden sich überwältigende Melodien und unglaublich gefühlvolle Gesangseinlagen. Mit dem kleinen, aber sehr bedeutenden Zwischenstück “Sex”  führen die Schweden ihre Zahlenserie fort (ja, es geht um die Zahl, allerdings vermisse ich bis heute die Nummer Drei) und schaffen eine sehr wirkunsvolle Überleitung zum Zentralstück “Delusions Of Grandeur”, welches bereits auf der gleichnamigen EP zu hören war. Dieses gefiel mir, nachdem ich es im Ceremonies-Kontext gehört habe um einiges besser und gehört auf jeden Fall zu den besten Songs des Jahres. Mein Favorit ist allerdings der Nachfolger “Where G. Mallory Sleeps”, dessen erste zwei Minuten für mich immer unvergesslich bleiben werden, Gänsehaut beim ersten Hören. Auch das Ende des Songs überwältigt mich jedes Mal aufs Neue. Den Abschluss macht ein sehr schönes zweiteiliges Klavier-Stück mit begleitenden Atem-Geräuschen (die lustigerweise in beiden Parts unterschiedlich rhythmisiert werden), den Bonustrack “Sun Grows Dim” höre ich auch jederzeit gerne danach. Insgesamt also eine für mich sehr überraschende Entwicklung der Band, da ich die ersten beiden Alben bisher immer recht uninteressant fand. Ceremonies verdient absolut eins meiner Lieblings-Post-Rock-Alben genannt zu werden.

03 This Town Needs Guns – 13.0.0.0.0

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Das erste 2013-Album, das ich dieses Jahr gehört habe. Und auch das erste Album, das ich in diesem Jahr exzessiv durchgehört habe, gleich zu Beginn des sehr vielversprechenden Jahres, in das wir Gott sei Dank trotz Auslaufen des auf dem Album-Cover abgebildeten Maya-Kalenders ohne Schaden gelangen konnten. Die Bedingungen für die Band sahen zunächst nicht sehr gut aus, nachdem der Sänger und unheimlich wichtige Bestandteil von This Town Needs Guns die Band verlassen hatte. Die zwei Brüder (Schlagzeuger und Gitarrist) waren die letzten verbleibenden Mitglieder und brauchten dringend einen Bassisten und einen Sänger. Diesen fanden sie dann glücklicherweise auch. Singular stimmt auch, denn Neuzugang Henry Tremain übernimmt gleich beides. Und beides übernimmt er mit der Hingabe, die für diese einzigartige Musik notwendig ist. Im Gesang hört man selbstverständlich deutliche Unterschiede, aber der Stil bleibt gleich und passt nach wie vor perfekt zu der komplizierten aber dennoch wundervoll gestalteten Musik. Den Opener und “Left Aligned” hatte ich schon im vorigen Jahr gehört und war sofort hin und weg vom “neuen alten” Sound der Band. Die ersten drei Songs haben nach wie vor die charakteristische TTNG-Song-“Struktur”, in die man als Laie kaum durchsteigt. Es klingt aber trotzdem wie gewohnt überhaupt nicht technisch, sondern unheimlich gefühlvoll. Der erste instrumentale Zwischentrack gefällt mir wegen der Bassline und dem fetten Drum-Sound besonders gut. Der 5-te Song “I’ll Take The Minute Snake” ist für mich das Highlight des Albums. Hier sind verhältnismäßig simple Drums und sogar Gitarren (verhältnismäßig!) enthalten, aber der Song, insbesondere der instrumentale Abschluss-Part zählt zu den schönsten der Band. Danach zeigen die Jungs, dass sie (wie auf der Debüt-EP) nach wie vor wundervolle Akustik-Songs schreiben können. Die Songs 8,10 und 11 sind absolute Ohrwürmer und bleiben auf dem Niveau der ersten drei. Das einzig traurige ist die Kürze des Albums, die leider stark mit teilweise unnötigen Fillern gefüllt wird, hier hätten ein oder zwei richtige Songs einiges verbessern können. Trotzdem höre ich das Album immer wieder sehr gerne komplett durch.

02 Karnivool – Asymmetry

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Karnivool hatte ich noch nie intensiv gehört und als ich am Anfang des Jahres in “We Are” reingehört habe, war ich auch nicht gerade vom Hocker gerissen. Als ich das Album aber dann doch gekauft und sehr oft durchgehört habe, musste ich feststellen, dass es sich vollkommen gelohnt hat. Ich bin sehr spät und auch sehr schwer in diesen etwas neuen Stil des Drummers (es gab schon Anklänge auf “Sound Awake”) reingekommen, aber als es dann so weit war, war ich überwältigt. Die Spielweise des Schlagzeugers ist auf komplett merkwürdige Art und Weise so entgegen der Musik, dass es viel besser passt als gewöhnliche Drums. Auf den Songs 2-4 gibt es mehrere Passagen, in denen man glaubt der Drummer sei aus dem Rhythmus gefallen. Ist aber alles Absicht und passt wie gesagt ungewöhnlich gut zum Fluss der Songs. Auf “A.M. War” und “The Refusal” zeigen die Australier erstmals eine härtere Seite, was aber unglaublich gut gelingt und auch sehr viel Variation mit einbringt. Die Atmosphäre auf dem Zentralstück “Aeons” ist unglaublich wirkungsvoll, wodurch der Songs zu einen meiner Lieblingssongs des Jahres wurde. Auf “Eidolon” wird es erstmals etwas ruhiger mit Xylophon-Einlagen und entspannten Bassläufen. Das Highlight bilden für mich die Songs 9  und 11. In “Sky Machine” geht nach einem einminütigen Intro in ein unvergessliches Riff mit unglaublicher Energie. Auch finden sich in diesem Songs die beeindruckendsten Gesangspassagen der Band, wirklich eine Glanzleistung. In “The Last Few” geht es wieder sehr vorwärts mit einem perfekten Gitarren-Drums-Zusammenspiel. Den Abschluss bildet das längere Stück “Alpha Omega” mit sehr eigenen Gitarrenklängen und einer Spielart, die für die Band nicht üblich ist. Alles in Allem ein mehr als gelungenes Album, selbst die Zwischensongs gehören für mich mittlerweile einfach zum Fluss dazu. Besonders herausragend war auch die Live-Darbietung in Wiesbaden, der Gesang ist live einfach genauso überwältigend wie auf CD.

01 Cult Of Luna – Vertikal

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Einige, die mich kennen, konnten sich die Wahl des ersten Platzes bestimmt schon denken. Diese Band ist für mich dieses Jahr eine der bedeutendsten überhaupt geworden und nach der Veröffentlichung von “Vertikal” und auch noch “Vertikal II” kann ich sie mittlerweile zu meiner zweiten Lieblingsband zählen (selbstverständlich nach Oceansize). “Vertikal” ist das zweite neue Album, das ich mir dieses Jahr gekauft hatte und ich habe es seither mehr als häufig gehört. Es startet mit einem kurzen bereits schon sehr dunklen Intro, in dem das Hauptmotiv des Albums zu hören ist. Die Überleitung zum ersten Knaller ist perfekt. “I: The Weapon” geht direkt mitten in die Fresse los und enthält wieder göttliche Riffs gepaart mit unbeschreiblich erdrückend dunkler Atmosphäre. Besonders auffällig ist auch der vordergründigere Einsatz von Keyboard und Effekten. Mit dem Nachfolger “Vicarious Redemption” haben die Schweden ihr bisher längstes Schlachtschiff erschaffen und bei der Länge hatte ich schon Befürchtungen, es sei vielleicht unnötig in die Länge gezogen worden. Dem ist aber überhaupt nicht so. Das Intro ist zwar sehr lange, aber auch sehr düster und besonders wirkungsvoll in völliger Dunkelheit (wie oft bei der Band). Besonders hervorragend ist der Wechsel in der Mitte eingeleitet durch den unter den Fans häufig als “Dubstep”-Part bezeichneten Teil, in dem heftiges Keyboard-Wummern von erschlagenden Drums begleitet wird. Der letzte Teil des Songs bildet für mich den absoluten Höhepunkt und ist einer der besten Momente der Band. Danach musste einfach etwas zum runterkommen folgen. Das kurze Zwischenstück beinhaltet wieder das Leitmotiv des Albums und leitet somit perfekt zum nächsten Song über, in dem das Motiv übrigens erneut zum Einsatz kommt. “Synchronicity” wird eingeleitet durch vollkommen uneinheitliche Drums und einem richtig bösen Gitarren-Sound. Der Song erinnert eher an die “Eternal Kingdom”-Phase, die mir aber auch außerordentlich gut gefallen hat. In “Mute Departure” finden sich wieder perfekte Drum-Einlagen gemischt mit der kontinuierlich düsteren apokalyptischen Stimmung. Auch hier ist der letzte Part der Höhepunkt des Songs. Mit verstörenden Klängen wird zu “In Awe Of ” übergeleitet – dem letzten Koloss des Albums und dem meiner Meinung nach erschütterndsten. Das Riff wird zunächst von einer, dann von zwei Gitarren gespielt und explodiert lediglich beim Einstieg der restlichen Instrumente. In dem Song stimmt einfach wieder alles, auch ist er perfekt inszeniert, da am Ende das Anfangsriff in erdrückender Variation wieder auftaucht. Der Song zählt mittlerweile zu meinen absoluten Lieblingssongs. Ungewöhnlich für die Band schließt das Album mit einem ruhigen atmosphärischen Song auf, in dem allerdings die Gesamtstimmung und das Leitmotiv des Albums noch einmal perfekt aufgegriffen wird und somit noch eine Abschluss-Gänsehaut bereitet. Die darauf aufbauende EP “Vertikal II”, welche später im Jahr erschienen ist, ist auch noch eine perfekte Ergänzung zu diesem Meisterwerk. Schade ist, dass, hätte es ein paar mehr Songs gegeben, wäre “Vertikal” als Doppelalbum mit Sicherheit zum vollkommenen Meisterwerk aufgestiegen. Im Mai diesen Jahres konnte ich dann auch eine Live-Ausführung sehen, die zu den besten Erlebnissen zählt, die ich je hatte. Die Energie und Atmosphäre ist unbeschreiblich und mehr als überwältigend. Leider wird es die nächste Zeit voraussichtlich von Cult Of Luna kaum was zu hören geben, aber eine Auszeit haben sich die Schweden mit “Vertikal I + II” mehr als verdient.

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Persönliche Charts – Alben 2013 – Teil 1

Hallo.

Hier meine Platz 11-20 Alben von 2013:

20 Nine Inch Nails – Hesitation Marks

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Die Erwartungen waren selbstverständlich groß, 5 Jahre gab es wenig von Trent Reznors Hauptprojekt zu hören. Ich persönlich wurde mit diesem Album auf jeden Fall zufriedengestellt. Mehr jedoch nicht. Für mich übertrifft es keineswegs meine persönlichen Favoriten “The Fragile” und “The Slip”. Trotzdem gefallen mir Songs wie “All Time Low”, “Various Methods Of Escape” und “In Two” sehr gut, insbesondere wegen des sehr atmosphärischen Gitarren-Sounds. Ausfälle gibt es für mich kaum, auch wenn ich verstehen kann, dass “Everything” oder “Satellite” gerade unter hardcore-NIN-Fans Grauen erwecken können.

19 Pelican – Forever Becoming

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Bis jetzt war Pelican für mich nie eine besonders überragende Band, dies lag insbesondere an den Drums, die auf den frühen Alben häufig sehr schlampig gespielt wurden. Generell war der Sound sehr matschig, für Sludge ist dies zwar nicht unüblich, aber ich fand es oft zu matschig. Auf diesem Album ist der Sound definitiv klarer, die Gitarrenriffs trotzdem immer noch sehr sludgy. Vor allem die Drums haben sich stark verbessert. Der herausragende Song ist für mich “The Cliff”, ein hervorragender auf-den-Punkt Post-Metal-Song. Außerdem erinnert mich das Anfangsriff von “Vestiges” an ein Riff im Song Lateralus (Tool), was immer ein gutes Zeichen ist. Trotzdem wirken manche Parts auf mich zu uninspiriert. Es lohnt sich dennoch reinzuhören, wenn man auf Metal steht.

18 And So I Watch You From Afar – All Hail Bright Futures

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Bisher definitiv eine meiner Lieblingsbands, wenn es um verrückte Riffschlachten im instrumentalen Post-Rock-Mantel geht. Ihr gleichnamiges Debutalbum bleibt für mich zwar immer noch unübertroffen. Dennoch zeigen die Irländer hier wieder frische Songwriting-Ideen, die diesmal einen besonders fröhlichen Sommer-Unterton haben. Nicht gerade ungewöhnlich für die Band, schließlich sind die Jungs bekannt dafür gerade bei Live-Auftritten richtigen Spaß zu haben und zu machen. Ein paar meines Erachtens unnötige Zwischen-Songs schwächen das Album ein wenig ab, insgesamt macht es trotzdem immer wieder Spaß reinzuhören.

17 Sigur Rós – Kveikur

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Mit dem Vorgänger “Valtari” hatten die Isländer für mich ihren Höhepunkt erreicht. Der Schwerpunkt lag dort auf Ambient und Atmosphäre, was hier kaum noch der Fall ist. Mit “Brennistein” startet ein komplett unerwarteter viel dunklerer Sound für die Band, den ich aber nichts desto weniger sofort als Sigur Rós-Sound identifizieren konnte. Im Unterschied zum Vorgänger (und auch anderen vorigen Alben) steht hier das Schlagzeug und der Rhythmus viel mehr im Vordergrund. Besonders bei “Brennistein” gefällt mir insgesamt dieser dunkle Sound sehr gut. Danach lässt dies wieder ein wenig nach, es gibt immer noch typische Sigur Rós Klänge, wie z.B. in “Ísjaki”. Alles in allem ein sehr überraschendes aber gut gelungenes Album. Freue mich auf mehr von der Band (haben bisher nie enttäuscht).

16 Dead Letter Circus – The Catalyst Fire

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Die Band konnte mich dieses Jahr besonders durch ihr Debut-Album überzeugen. Ich war dann gespannt auf den diesjährigen Nachfolger. Die ersten beiden Songs überzeugten mich auch hier wieder nach erstmaligem Hören. Danach hatte ich allerdings gleich das Gefühl, dass nichts neues mehr kommt. Und das hält leider nach wie vor an. Mit “I Am” schaffen die Australier zwischendurch wieder ein sehr einzigartiges atmosphärisches Stück. Der Rest des Albums war gut im Vergleich zu anderen Prog-Bands, aber eher uninteressant im Vergleich zu bisherigen Songs der Band, es ist wie gesagt nicht viel neues dabei.

15 Amplifier – Echo Street

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Auch hier hatte ich nach dem genialen Vorgänger “The Octopus” hohe Erwartungen. Zunächst lässt sich hier ein deutlich passiverer Sound als für die Band üblich feststellen. Dies heißt allerdings nichts schlechtes. Der Opener “Matmos” ist einer der wenigen überwiegend ruhigen Songs der Band, aber überzeugt trotzdem durch herausragenden Gesang und Gitarren-Sound. Die Highlights sind für mich die letzten beiden Songs. Dafür wirken teilweise bestimmte Passagen zu sehr in die Länge gezogen. Auch ist für mich im Song “Between Today And Yesterday” fast schon zu wenig los. Amplifier bleiben trotzdem ihrem ursprünglichen Space-Sound sehr nahe und liefern damit deshalb wieder ein gutes Album.

14 Rosetta – The Anaesthete

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Eines der wenigen Gratis-Alben dieses Jahr. Rosetta fahren auf diesem Album ihren gewohnten “Metal for Astronauts”-Stil fort. Viele Songs erscheinen aber deutlich härterer als früheres Material. Auch gibt es viel kürzere Songs, und sogar einen sehr ruhigen mit außschließlich Clean-Vocals (“Hodoku / Compassion”). Das hervorstechende Stück ist für mich “In & Yo / Dualities Of The Way”, welches wieder sehr atmosphärisch beginnt und sich im typischen Rosetta-Sound entwickelt. Das einzige Problem ist, dass es zu oft dieser “typische” Rosetta-Sound der letzten 3 Alben ist, und nicht viel Variation geboten wird. Das einzig neue ist ein komplett instrumentales Drone-Outro statt einem epischen letzten Koloss-Song, wie auf den vorigen Alben. Die härteren Passagen sind aber durchweg gut gelungen und diese Bewegung in Richtung kürzere, riff-basierte Songs steht Rosetta gut. Das einzige was hierzu nicht mehr allzu gut zu passt, sind die doch sehr hektisch wirkenden zu ausgeschmückten Drums. Insgesamt gutes Album, für ein kostenloses Album lohnt sich der Download allemal ( http://theanaesthete.bandcamp.com ) 

13 Ólafur Arnalds – For Now I Am Winter 

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Das erste und bisher einzige Album, was ich vom Isländer Ólafur Arnalds zu hören bekommen habe. Dieses Album, das sich schon fast zur modernen Klassik zuordnen lässt, bietet eine perfekt gelungene Verbindung von Orchester, Piano und elektronischen Sounds. Begleitet wird dies von unglaublich gefühlvollem Gesang. In den Lyrics sind viele Naturbilder erkennbar und zeigen deutlich, dass der Künstler wahnsinnig viele Inspirationen aus seinem Heimatland ziehen kann. Die beiden Songs “Reclaim” und “Hands, Be Still” bilden für mich den Höhepunkt des Albums, da hier besonders die Streicher eine außergewöhnliche Atmosphäre schaffen. Auch wenn insgesamt eine sehr melancholische Stimmung vorherrscht, eignet sich das Album auch sehr zum entspannen, ähnlich wie bei Ambient-Bands (z.B. Hammock). Zu jeder Zeit kann ich das Album zwar nicht hören, dafür ist es umso wirkungsvoller, wenn es zur Stimmung passt.

12 Moving Mountains – Moving Mountains

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Dies soll das letzte Album der Post-Rock-Band aus den USA sein. Dafür ist es aber auf jeden Fall noch einmal besonders gut gelungen. Viele Songs beginnen hier mit Ambient-Sounds und bleiben auch häufig sehr ruhig, im Vergleich zu vorigen Alben gibt es kaum noch Metal-Riffs. Der Opener glänzt mit einem sehr einfach gehaltenen Akustik-Sound und mag auf den einen oder anderen sehr poppig wirken, ist aber sehr gefühlvoll gestaltet. Vor allem der Song “Seasonal” zählt bereits zu meinen Lieblingliedern von 2013. Die Songstruktur erinnert mich stark an die Band “Six Gallery” und die atmosphärischen Gitarrenklänge im Hintergrund passen einfach perfekt. Von der Band könnte sich dies zu meinem Lieblingsalbum entwickeln, auch wenn mir bereits der Vorgänger sehr gut gefallen hat. Schade, dass sie sich danach aufgelöst haben, aber wenigstens hat sich das letzte Mal noch voll gelohnt.

11 The Dillinger Escape Plan – One Of Us Is The Killer

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Die Band hat aufgrund ihres chaotischen völlig unstrukturierten Sounds und teilweise sehr unernstem Auftreten nicht gerade große Beliebtheit unter der Allgemeinheit. Dennoch gibt es vereinzelte Fälle, die diesem absolut abscheulichen Gewirr etwas abgewinnen können – nämlich das, was es im Endeffekt ist: Chaos. Die Musik hat keinen anderen Zweck als die bisherigen musikalischen Vorgaben wie Rhythmus oder Struktur auf eine brutale Weise zu missachten. Von der Band ist dieser Stil zwar zu erwarten (vorige Alben weichen davon nicht ab), allerdings finden sich hier auch wieder große Ausnahmen und teilweise sogar musikalisch gesehen harmonische Parts. Das Opener-Duo ist und bleibt In-Your-Face-Brutalität, wie man sie von der Band gewohnt ist. In “Prancer” wird bereits völlig ausgerastet, aber mit “When I Lost Your Bet” schaffen die Chaotiker eine brutale ungewöhnlich akzentuierte Bestie. Dann entwickelt es sich jedoch in eine ganz andere Richtung: Der Titelsong startet sehr ruhig und sogar blues-ig und hat zur Ausnahme sogar Verse-Refrain-Struktur. Was besonders heraussticht ist “Magic That I Held You Prisoner”, hier höre ich besonders zum Ende hin eindeutige Oceansize-Einflüsse denn hier vereinigt sich die Verrücktheit mit besonders wundervollen Harmonien – genau das, was mir an Oceansize so besonders gut gefällt. Insgesamt das bisher vielleicht vielfältigste (falls man solche Songs differenzieren kann) Album der Band, auch wenn es wie bisher nichts für jede Zeit ist, eine aggressive Grundstimmung kann durchaus helfen. 

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Mogwai – Earth Division EP Review

Hello people!

The guy who reviews music and apparently enjoys eating turtles is back!

A month ago, a bunch of highly talented scottish musicians who call themselves “Mogwai” released a new EP called Earth Division. 7 months after the release of Hardcore Will Never Die, But You Will, their brilliant new LP, they release this EP. Quite a busy bunch of scottish musicians as well as it seems.

Anyway, let’s get straight to the real deal: The EP contains 4 rather short tracks, 3 of which are instrumental. It is a small, but very interesting piece of art, kind of the tiny little dessert you get after eating  something really huge (which would be Hardcore will never die, but you will – I didn’t find a culinary metaphor for this album, excuse me for this).

The first track Get To France is a tiny piano piece which sounds more like a classical composition than a song by a rock band….which is great! They tried to explore classical music on the b-side “Music For A Forgotten Future (The Singing Mountain)” of their latest LP, which was a project for an art exposition in Germany. And I loved this track, even though they completely threw out the drums and used the guitars as an ambient background for the piano and strings. They pretty much did the same thing on Get To France, which initially surprised me, but I just love that they’re experimenting with the composition of their songs.

Hound Of Winter is kind of the Cody of this EP. Guitars + vocals make up a beautiful little ballad by this band…which is also something they haven’t been doing in some time considering their last two LPs hardly featured any vocals. The thing about this song though is that I could skip it and I frankly wouldn’t think I missed out on something important. This song is catchy, nice and cute but I am not really blown away by it to be honest.

Drunk And Crazy is what the song title already suggests (which is a rare occasion, I mean we’re talking about Mogwai song titles here!). It’s really freaked out experimental stuff that I didn’t expect at all from these guys. It’s really impressive that they have been making music for so many years now and still come up with something that’s as different from their other songs as a screwdriver is from a penguin. If you get me right on that one. Anyway, love this track, love this band. That’s pretty much it.

The last track, Does This Always Happen? is probably my favourite track on this EP. The guitar melody in the beginning immediately appealed to me and the strings and the way this song builds up is just beautiful. They could make a whole album full of those songs and I would probably love it. But it’s great they also come up with stuff like Drunk And Crazy or Rano Pano (on their latest LP) which keep things fresh and make their music sound a lot more dynamic and changeable.

I reviewed the several tracks now because there are only four tracks on this EP and they can be considered as seperate entities. And although they’re not quite cohesive, they still form a pretty solid EP which showed us all that this band can do no wrong.

Favourite Song(s): Drunk And Crazy, Does This Always Happen?

Least Favourite Song(s): Hound Of Winter

Overall Rating 8/10

Peace. On. Earth….Division.

So long.

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Remember Remember – The Quickening Review

Good Morning, Supercaptains! I haven’t been on here for a while now due to several rather boring reasons. Anyway, in the meantime a lot of new albums have been released and I decided to start off reviewing the new Remember Remember LP “The Quickening”. So if anyone (i don’t know who I’m actually referring to there) assumed that I would review the new Opeth or Steven Wilson LP, or the new Mogwai EP which were all released during my absence, they have to be disappointed. I am probably going to review all those, but “The Quickening” is an album I felt like reviewing first.

Remember Remember are a scottish instrumental band I discovered last year through the Rock Action Label which is being run by the mighty Mogwai. I bought their self-titled debut-LP from 2008 and also an EP from 2010. Back then, RR was only one guy who obviously had to loop a lot of stuff. For this reason, I found the material even more impressive. A week ago, RR has released their sophomore LP called “The Quickening” and presumably the band turned into a 7-piece – judging by the band photo on thequietus where the album was streamable before its actual release. This already raised my expectations a bit, so I decided to stream the first track. I was already hooked and bought the album a few days later.

On “The Quickening” the band still works a lot with looping and layering. It does sound a lot more organic than on their debut LP though. They tend to use a lot more instruments and thus incorporate a wider selection of sounds. Especially the strings bring in a lot of diversity. While they sound very natural and heartfelt on tracks like Scottish Widows, they are very experimental and energetic on the track Hey Zeus. A Larger Demon, the shortest track is a very beautiful piano piece which perhaps serves as a sequel to And The Demon Said… on the self-titled album. Another quite experimental song is the last one called John Candy which starts off sounding really childish and..well a bit like candy I suppose and then slowly evolves into another song with many different layers. My favourite track still has to be the opener though because I just love the piano melodies on this thing. And I love how it slowly evolves and gets bigger and bigger by the minute. Fantastic song. The patterns that are being looped are very reminiscent of some of Steve Reich’s stuff, but Remember Remember tend to use this method of layering patterns and put it into many different directions, which brings up something new with each listen.

Of course on the other hand, the dangerous aspect of looping one track after another is that there is inevitably a lot of repetition. Of course when listening to this minimalistic style of music, you can only expect this. There could have been a few more shifts within the songs nonetheless. For example on the aforementioned track Hey Zeus the drum pattern doesn’t change a bit throughout the whole song which could have been avoided. And because it has hardly got any shifts you know the whole song after just listening to its first 30 seconds which leaves one a bit unexcited. I’m not saying that the whole album is predictable…but a few things could have been a tad more… well let’s call it adventurous.

I could enjoy this thing on first listen… I can still enjoy it on the following listens. It is indeed a solid album and is most definitely not outshined by the debut LP. The band tried to explore more directions which in my opinion is the best thing a band can do when writing new stuff. And even though I could’t appreciate every single minute of this album, it is always worth a listen.

Favourite Song(s): White Castle, Ocean Potion, A Larger Demon

Least Favourite Song(s): Hey Zeus

Overall Rating 7/10

tuned out again, bastards! see you next time.

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Epic45 – Weathering Review

Hi guys, thereviewingturtleeater here again for another review. Been a little busy last week, hence there was no review. Hope this devastatingly long period without a new juicy review didn’t make you feel the urge of commiting suicide or eating olives. But who would come down to such a weird idea like eating olives anyway? I can certainly say I’d never do so.

Let’s come straight to business. Epic45 is a british ambient duo and is according to the two band members “a home recording project/collective” (quote from their facebook page: https://www.facebook.com/pages/epic45/112619985427761?sk=info) based on their musical ideas. Weathering is their sixth (fifth? seventh?) studio album and was released in June 2011. The album consists of 11 songs and runs approximately 53 minutes.

Weathering is definitely among my favourite “night-time” records since it is a really chilled out, atmospheric and ethereal piece of art, which I prefer to listen to at night. The songs mostly feature male vocals which are pretty subtle and gentle and fit perfectly into the musical atmosphere. Track 5 also features female vocals which quickly became one of my favourite vocal parts of the album. The album’s opener ‘People Say This Place Is Slowly Dying’ has some really beautiful guitars in it and the vocals create a warm atmosphere. Although the album is rather quiet the whole way through, there is a little noise stuff going on at the end of track 7 which was kind of unexpected during my first listens but I appreciate it nonetheless because it improves the transition to the next song. On this next song if  I heard some dulcimer (if I’m not mistaken), which I also liked very much. My favourite song is the title-track: beautiful ensemble of violins, glockenspiel, ethereal vocals, subtle drumming. This song immediately appealed to me and made me think that this was probably going to come out if you’d mix Sigur Rós with No-Man. What I also liked about this album were sounds like church bells or birds singing which added up to this peaceful little world being created while listening to Weathering. This album was my first Epic45 album and I’m really looking forward to listening to their earlier stuff since this new LP really got me hooked with this band’s interesting and unique sound.

The structure of the album is the only thing that prevents me calling this thing a masterpiece. It is unfortunately a bit un-exciting in the middle. I wouldn’t call it boring, it’s just that the middle of the album consists of a bunch of really short songs and interludes where one of the longer songs on the LP would have fitted perfectly inbetween. The album does have a really good flow and cohesion, but one or two of the shorter songs in the middle could have been elaborated a bit more. That is all.

To sum up, Weathering is always (but as already recommended: especially at night) a good album to close your eyes to and let your mind wander. Let this dreamy atmosphere weave through your consciousness so you can enter another, perhaps more peaceful world for 50 minutes. This experience is of course not guaranteed, but I personally have it while listening to this album.

Favourite Song(s): People Say This Place Is Slowly Dying, Evening Silhouettes, Summer Message, Weathering

Least Favourite Song(s):  –

Overall Rating: 8/10 (strong 8!)

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Final Days Society – Ours Is Not A Caravan Of Despair Review

I’m talking about a swedish shoegaze/post-rock band now. No, I am not talking about Ef. Nor am I talking about pg.lost. I’m talking about Final Days Society who released their sophomore LP four months ago! It is called “Ours Is Not A Caravan Of Despair” and follows up their debut with the title “Noise Passes, Silence Remains” released back in 2008.

While comprising two songs less than their debut it runs about the same time, which obviously raises the average song length (Kudos to me using high incredibly mind-twistingly difficult mathematics in my review! I bet no-one has done something that cool ever). The songs really work well together and create some kind of flow throughout the album. They seem to know each other and thus work that well when played together. Something that I love about albums. To be honest I missed that kind of thing a bit on their debut. Similar to their debut, the opener is a rather atmospheric chilled out intro. It sounds really ethereal and up-lifting and thus is probably my favourite track on the whole record. The album is mostly instrumental but has some vocals on it, fortunately exactly at the right spots. The long crescendo build-ups mostly end in some loud exploding (tremolo-picked) guitars. Something that might have been a bit overdone on this album to be honest (later more about that in my ‘complaints’ section, you know, where I nag and bitch about stuff). The last song only features those aforementioned “exploding” guitars which makes the album end pretty epic. I also noticed that the song titles of the last songs on both of their releases seem to complete each other. ‘Silence Is…’ (last track on their debut) ‘…Beauty’ (last track on Ours Is Not A Caravan Of Despair). Pretty cool thing. Also, one of my favourite tracks off this album is ‘Swans’ which was the first track I listened to from the band – on facebook back in April – it immediately got me hooked on the band. I especially liked the drums on that one and it had a nice overall feel and was really something totally unique and new to my ears. Splendid stuff!

Ok, the album also has a few weaker spots on it. (Which album hasn’t? Damn, now that I’ve written that, several voices in my head keep shouting Effloresce…f***ing oceansize geeks in my head..) For example, to me the fifth track ‘Theory Of Everything’ didn’t quite fit in between the other songs that (as already mentioned) know each other. It is pretty good as a stand-alone song though. Also, this album really needs to be listened to while relaxing in the evening (which is the normal time to listen to albums anyway for non-music-nerds such as people that aren’t me) after you’re done with all your work or whatever the hell you did the whole day since otherwise it could be a bit straining due to the very frequent use of those crescendo guitar explosions. Although I appreciated them very much, they were in fact a bit over-used and some songs correspondingly could have been a bit shorter.

To sum up, this album was really enjoyable and to me is definitely among the best post-rock releases of 2011 so far. It was a bit too extensive here and there, but it is nonetheless a good listen-to-it-the-whole-way-through-without-getting-bored-or-killed-by-some-mosquitos-or-stuff-album.

Favourite Song(s): 1:60, Swans, Aeons

Least Favourite Song(s): Theory Of Everything (because it isn’t as good as the others. however it is still pretty good)

Overall Rating: 7/10 (a rather strong seven actually)

the reviewing turtle eater. how you doing? well, whatever. hello.

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Own Header Image….How cool is that?

Guys, as you can see I edited the looks of the page a bit. You might say it has become a bit lighter now. I also got a new Header image made by a friend from Sweden (check out his last.fm, he has an incredibly good taste in music, just like myself: http://www.lastfm.de/user/Davvda95).

Ok, that’s about it for the changes. They’re pretty cool eh?

Thereviewingturtleeater can also now be found on facebook: https://www.facebook.com/pages/thereviewingturtleeater/168904849849827 Make sure to like that page.

There might be some reviews coming up, I haven’t decided which and when though. So stay tuned in general for…whatever.

Much love for turtles and you guys.

I’m off.

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