Persönliche Charts – Alben 2013 – Teil 1

Hallo.

Hier meine Platz 11-20 Alben von 2013:

20 Nine Inch Nails – Hesitation Marks

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Die Erwartungen waren selbstverständlich groß, 5 Jahre gab es wenig von Trent Reznors Hauptprojekt zu hören. Ich persönlich wurde mit diesem Album auf jeden Fall zufriedengestellt. Mehr jedoch nicht. Für mich übertrifft es keineswegs meine persönlichen Favoriten “The Fragile” und “The Slip”. Trotzdem gefallen mir Songs wie “All Time Low”, “Various Methods Of Escape” und “In Two” sehr gut, insbesondere wegen des sehr atmosphärischen Gitarren-Sounds. Ausfälle gibt es für mich kaum, auch wenn ich verstehen kann, dass “Everything” oder “Satellite” gerade unter hardcore-NIN-Fans Grauen erwecken können.

19 Pelican – Forever Becoming

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Bis jetzt war Pelican für mich nie eine besonders überragende Band, dies lag insbesondere an den Drums, die auf den frühen Alben häufig sehr schlampig gespielt wurden. Generell war der Sound sehr matschig, für Sludge ist dies zwar nicht unüblich, aber ich fand es oft zu matschig. Auf diesem Album ist der Sound definitiv klarer, die Gitarrenriffs trotzdem immer noch sehr sludgy. Vor allem die Drums haben sich stark verbessert. Der herausragende Song ist für mich “The Cliff”, ein hervorragender auf-den-Punkt Post-Metal-Song. Außerdem erinnert mich das Anfangsriff von “Vestiges” an ein Riff im Song Lateralus (Tool), was immer ein gutes Zeichen ist. Trotzdem wirken manche Parts auf mich zu uninspiriert. Es lohnt sich dennoch reinzuhören, wenn man auf Metal steht.

18 And So I Watch You From Afar – All Hail Bright Futures

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Bisher definitiv eine meiner Lieblingsbands, wenn es um verrückte Riffschlachten im instrumentalen Post-Rock-Mantel geht. Ihr gleichnamiges Debutalbum bleibt für mich zwar immer noch unübertroffen. Dennoch zeigen die Irländer hier wieder frische Songwriting-Ideen, die diesmal einen besonders fröhlichen Sommer-Unterton haben. Nicht gerade ungewöhnlich für die Band, schließlich sind die Jungs bekannt dafür gerade bei Live-Auftritten richtigen Spaß zu haben und zu machen. Ein paar meines Erachtens unnötige Zwischen-Songs schwächen das Album ein wenig ab, insgesamt macht es trotzdem immer wieder Spaß reinzuhören.

17 Sigur Rós – Kveikur

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Mit dem Vorgänger “Valtari” hatten die Isländer für mich ihren Höhepunkt erreicht. Der Schwerpunkt lag dort auf Ambient und Atmosphäre, was hier kaum noch der Fall ist. Mit “Brennistein” startet ein komplett unerwarteter viel dunklerer Sound für die Band, den ich aber nichts desto weniger sofort als Sigur Rós-Sound identifizieren konnte. Im Unterschied zum Vorgänger (und auch anderen vorigen Alben) steht hier das Schlagzeug und der Rhythmus viel mehr im Vordergrund. Besonders bei “Brennistein” gefällt mir insgesamt dieser dunkle Sound sehr gut. Danach lässt dies wieder ein wenig nach, es gibt immer noch typische Sigur Rós Klänge, wie z.B. in “Ísjaki”. Alles in allem ein sehr überraschendes aber gut gelungenes Album. Freue mich auf mehr von der Band (haben bisher nie enttäuscht).

16 Dead Letter Circus – The Catalyst Fire

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Die Band konnte mich dieses Jahr besonders durch ihr Debut-Album überzeugen. Ich war dann gespannt auf den diesjährigen Nachfolger. Die ersten beiden Songs überzeugten mich auch hier wieder nach erstmaligem Hören. Danach hatte ich allerdings gleich das Gefühl, dass nichts neues mehr kommt. Und das hält leider nach wie vor an. Mit “I Am” schaffen die Australier zwischendurch wieder ein sehr einzigartiges atmosphärisches Stück. Der Rest des Albums war gut im Vergleich zu anderen Prog-Bands, aber eher uninteressant im Vergleich zu bisherigen Songs der Band, es ist wie gesagt nicht viel neues dabei.

15 Amplifier – Echo Street

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Auch hier hatte ich nach dem genialen Vorgänger “The Octopus” hohe Erwartungen. Zunächst lässt sich hier ein deutlich passiverer Sound als für die Band üblich feststellen. Dies heißt allerdings nichts schlechtes. Der Opener “Matmos” ist einer der wenigen überwiegend ruhigen Songs der Band, aber überzeugt trotzdem durch herausragenden Gesang und Gitarren-Sound. Die Highlights sind für mich die letzten beiden Songs. Dafür wirken teilweise bestimmte Passagen zu sehr in die Länge gezogen. Auch ist für mich im Song “Between Today And Yesterday” fast schon zu wenig los. Amplifier bleiben trotzdem ihrem ursprünglichen Space-Sound sehr nahe und liefern damit deshalb wieder ein gutes Album.

14 Rosetta – The Anaesthete

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Eines der wenigen Gratis-Alben dieses Jahr. Rosetta fahren auf diesem Album ihren gewohnten “Metal for Astronauts”-Stil fort. Viele Songs erscheinen aber deutlich härterer als früheres Material. Auch gibt es viel kürzere Songs, und sogar einen sehr ruhigen mit außschließlich Clean-Vocals (“Hodoku / Compassion”). Das hervorstechende Stück ist für mich “In & Yo / Dualities Of The Way”, welches wieder sehr atmosphärisch beginnt und sich im typischen Rosetta-Sound entwickelt. Das einzige Problem ist, dass es zu oft dieser “typische” Rosetta-Sound der letzten 3 Alben ist, und nicht viel Variation geboten wird. Das einzig neue ist ein komplett instrumentales Drone-Outro statt einem epischen letzten Koloss-Song, wie auf den vorigen Alben. Die härteren Passagen sind aber durchweg gut gelungen und diese Bewegung in Richtung kürzere, riff-basierte Songs steht Rosetta gut. Das einzige was hierzu nicht mehr allzu gut zu passt, sind die doch sehr hektisch wirkenden zu ausgeschmückten Drums. Insgesamt gutes Album, für ein kostenloses Album lohnt sich der Download allemal ( http://theanaesthete.bandcamp.com ) 

13 Ólafur Arnalds – For Now I Am Winter 

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Das erste und bisher einzige Album, was ich vom Isländer Ólafur Arnalds zu hören bekommen habe. Dieses Album, das sich schon fast zur modernen Klassik zuordnen lässt, bietet eine perfekt gelungene Verbindung von Orchester, Piano und elektronischen Sounds. Begleitet wird dies von unglaublich gefühlvollem Gesang. In den Lyrics sind viele Naturbilder erkennbar und zeigen deutlich, dass der Künstler wahnsinnig viele Inspirationen aus seinem Heimatland ziehen kann. Die beiden Songs “Reclaim” und “Hands, Be Still” bilden für mich den Höhepunkt des Albums, da hier besonders die Streicher eine außergewöhnliche Atmosphäre schaffen. Auch wenn insgesamt eine sehr melancholische Stimmung vorherrscht, eignet sich das Album auch sehr zum entspannen, ähnlich wie bei Ambient-Bands (z.B. Hammock). Zu jeder Zeit kann ich das Album zwar nicht hören, dafür ist es umso wirkungsvoller, wenn es zur Stimmung passt.

12 Moving Mountains – Moving Mountains

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Dies soll das letzte Album der Post-Rock-Band aus den USA sein. Dafür ist es aber auf jeden Fall noch einmal besonders gut gelungen. Viele Songs beginnen hier mit Ambient-Sounds und bleiben auch häufig sehr ruhig, im Vergleich zu vorigen Alben gibt es kaum noch Metal-Riffs. Der Opener glänzt mit einem sehr einfach gehaltenen Akustik-Sound und mag auf den einen oder anderen sehr poppig wirken, ist aber sehr gefühlvoll gestaltet. Vor allem der Song “Seasonal” zählt bereits zu meinen Lieblingliedern von 2013. Die Songstruktur erinnert mich stark an die Band “Six Gallery” und die atmosphärischen Gitarrenklänge im Hintergrund passen einfach perfekt. Von der Band könnte sich dies zu meinem Lieblingsalbum entwickeln, auch wenn mir bereits der Vorgänger sehr gut gefallen hat. Schade, dass sie sich danach aufgelöst haben, aber wenigstens hat sich das letzte Mal noch voll gelohnt.

11 The Dillinger Escape Plan – One Of Us Is The Killer

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Die Band hat aufgrund ihres chaotischen völlig unstrukturierten Sounds und teilweise sehr unernstem Auftreten nicht gerade große Beliebtheit unter der Allgemeinheit. Dennoch gibt es vereinzelte Fälle, die diesem absolut abscheulichen Gewirr etwas abgewinnen können – nämlich das, was es im Endeffekt ist: Chaos. Die Musik hat keinen anderen Zweck als die bisherigen musikalischen Vorgaben wie Rhythmus oder Struktur auf eine brutale Weise zu missachten. Von der Band ist dieser Stil zwar zu erwarten (vorige Alben weichen davon nicht ab), allerdings finden sich hier auch wieder große Ausnahmen und teilweise sogar musikalisch gesehen harmonische Parts. Das Opener-Duo ist und bleibt In-Your-Face-Brutalität, wie man sie von der Band gewohnt ist. In “Prancer” wird bereits völlig ausgerastet, aber mit “When I Lost Your Bet” schaffen die Chaotiker eine brutale ungewöhnlich akzentuierte Bestie. Dann entwickelt es sich jedoch in eine ganz andere Richtung: Der Titelsong startet sehr ruhig und sogar blues-ig und hat zur Ausnahme sogar Verse-Refrain-Struktur. Was besonders heraussticht ist “Magic That I Held You Prisoner”, hier höre ich besonders zum Ende hin eindeutige Oceansize-Einflüsse denn hier vereinigt sich die Verrücktheit mit besonders wundervollen Harmonien – genau das, was mir an Oceansize so besonders gut gefällt. Insgesamt das bisher vielleicht vielfältigste (falls man solche Songs differenzieren kann) Album der Band, auch wenn es wie bisher nichts für jede Zeit ist, eine aggressive Grundstimmung kann durchaus helfen. 

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About teajerk

I'm the kinda guy you see when you go fishing. And i don't mean fishing some turtles or stuff, i mean the real deal. I also enjoy collecting fossil dinosaur excrement, watching cats eating my sunglasses and using my psychic energy to control three-legged raccoon dogs. You know, the usual stuff. I mean overall, I'm just a human being as well amn't I. Enjoy my reviews or simply don't. Either way you won't come up to the same satisfaction you get when chasing bears. Oh and don't forget to comment some random stuff I won't ever read anyway. Thanks.
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